Uni-Sponsoring: Einfluss auf die Lehre?

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In Zeiten leerer Kassen schauen sich Hochschulen nach neuen Geldgebern um – und finden sie in der Privatwirtschaft. Beispiel: An der Hamburger Hafencity University (HCU) finanzieren Unternehmen der Immobilienbranche den Studiengang „Real Estate and Leadership“. Gut könnte man meinen, das entlastet die Steuerzahler. Doch es regt sich auch Widerstand: Denn für viele ist der Eingriff der Unternehmen in die Inhalte und Ausrichtung von Bildung damit nicht nur vorprogrammiert, sondern heute bereits Wirklichkeit.

Umstrittener Geldzuschuss

Gut 30 % des Geldes an deutschen Lehrinstituten sind heute bereits so genannte Drittmittel. Und nicht nur viele Studenten, sondern auch die Hochschullehrer sehen das kritisch. Denn wer Geld aus der Wirtschaft einwerben will, muss sich an deren Interessen orientieren, beklagte erst kürzlich der Darmstädter Soziologe Michael Hartmann in der ZEIT.
Die Befürworter dieser Praxis argumentieren dagegen: So lange die Hochschulen in Personalfragen und Publikationsentscheidungen das letzte Wort behielten, wäre diese Praxis in Ordnung.
Was meinen Sie? Sollte eine enge (finanzielle) Verbindung von Hochschulen und Wirtschaft gefördert werden? Diskutieren Sie mit!

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