Hamburger Fischmarkt: der Alltag der Fischverkäufer und Marktschreier

0

Der Hamburger Fischmarkt lockt jeden Sonntagmorgen Tausende Einheimische und Touristen nach Altona. An den Buden gibt es fast alles zu kaufen – vom Obstkorb über Souvenirs bis zur exotischen Topfpflanze. Das Highlight des weltberühmten Wochenmarkts sind zweifellos die Marktschreier, die pure Begeisterung beim Publikum auslösen.
Doch wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag der Fischverkäufer und Entertainer aus? Welche Talente braucht ein Marktschreier und welche interessanten Jobs gibt es in der Fischerei?

Mitten in der Nacht Fische begutachten

Für Besucher der Elbmetropole ist der legendäre Hamburger Fischmarkt ein absolutes „Must-see“. Seit 1703 bieten die Händler auf dem traditionsreichen Markt alles an, was nicht niet- und nagelfest ist. Vor allem die Marktschreier machen das einzigartige Fischmarkt-Flair weit über Hamburgs Grenzen hinaus zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aal, Lachsforelle, Zander, Scholle: Die stimmgewaltigen Entertainer preisen mit geballtem Geschäftseifer ihre Spezialitäten an.
Doch Hamburgs Fischkultur ist vielschichtig. Unter der Woche sind die Fischverkäufer in den Markthallen unterwegs. Spät abends ab 23.00 Uhr begutachten und prüfen die Händler kistenweise fangfrischen Fisch. Haben Sie Lust auf einen Job als Fischverkäufer auf dem Hamburger Fischmarkt, müssen Sie auch mal mitten in der Nacht raus. Damit Frühaufsteher in den Genuss kulinarischer Köstlichkeiten kommen, bereiten viele Fischerverkäufer ab 2.30 Uhr ihre Spezialitäten vor wie:

  • Fischgeschnetzeltes
  • Meeresfrüchte
  • Seelachsspieße

Wie wird man eigentlich Marktschreier?

Das wichtigste Handwerkszeug der Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt ist ihre Stimme. Sie brüllen und schleudern auch schon mal Gemüse, Fisch und Fleisch ins Publikum. Als Marktschreier müssen Sie Verkäufer und Showmaster in einer Person sein. Der Job ist hart und erfordert Ausdauer und Flexibilität. Marktschreier ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf, vielmehr nimmt Sie ein erfahrener Fischverkäufer unter seine Fittiche.
Zu den Voraussetzungen gehören kaufmännische Kenntnisse im Bereich Warenverkauf und Warenpräsentation, Teamfähigkeit und vor allem Spaß am Umgang mit Menschen. Wenn Sie bereit sind, am Wochenende 12 bis 14 Stunden zu arbeiten und nicht gerade mit einer Fistelstimme ausgestattet sind, haben Sie gute Chancen, als Nachwuchsmarktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt durchzustarten.

Hamburger Fischmarkt: Alltag der Marktschreier und Fischverkäufer

Bildquelle: www.istockphoto.com / ha-jin

Gibt es eine Ausbildung zum Fischverkäufer?

Eine reine Ausbildung zum Fischfachverkäufer gibt es nicht. Die meisten Arbeitgeber, die Fachverkäufer für Fischfeinkost suchen, erwarten eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Nahrungsmittelhandwerk, eigenständige Arbeitsweise und Kommunikationsfähigkeit.
Wenn Sie sich für die Verarbeitung und Vermarktung von Fischen interessieren, können Sie sich in einer Fischerei zum Fischwirt ausbilden lassen. Gerade in Hamburg werden zahlreiche Ausbildungsplätze angeboten. Fischwirte fangen Fische in den Küstengewässern, bauen Fanggeräte, kümmern sich um die Aufzucht von Fischen, verarbeiten den Fang und vermarkten die Betriebserzeugnisse.
Auf der Website des Fisch-Informationszentrums e.V. (FIZ) Hamburg finden Sie ausführliche Infos zur Fischerei und Fakten zur Branche.

Hier gibt es Jobs aus dem Bereich Fisch.

Hinterlasse einen Kommentar