Grüne Energie in Hamburg

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Deutschland hat sich entschlossen, seine Energieversorgung umzubauen – und das fundamental. Der Masterplan der Energiewende, welcher 2010-2011 ins Leben gerufen wurde, sieht vor, dass in den nächsten 10 Jahren 35 Prozent unseres Stroms auf erneuerbare Energien zurückgehen soll. Die Branche befindet sich im Höhenflug und dies bedeutet, dass hier immer mehr Menschen eine Anstellung finden.

Erneuerbare Energien und der Arbeitsmarkt

Beim Ausbau der „sauberen“ Stromerzeugung nimmt Norddeutschland eine zentrale Rolle ein. Die Metropolregion Hamburg – von Cuxhaven bis Lübeck und von Neumünster bis Lüneburg – ist bereits heute das Zentrum der regenerativen Energiewirtschaft in Norddeutschland. Fast jeder Aspekt in Bezug auf erneuerbare Energien ist in und um Hamburg anzutreffen:

  • Biomasse
  • Geothermie
  • Solarenergie
  • Wasserkraft
  • Windenergie

Im Jahr 2012 waren rund 25.000 Menschen in diesem Sektor in Hamburg beschäftigt. Doch die Zahl dürfte durch den enormen Ausbau der letzten Jahre stark angestiegen sein.

Windenergie: den Wind am besten nutzen

An erster Stelle der regenerativen Energien steht in Hamburg die Windenergie. Einige der weltweit bedeutendsten Produzenten von Windenergieanlagen haben ihren Hauptsitz in Hamburg, darunter Nordex, Senvion und Siemens. Außerdem haben weitere sechs internationale Hersteller Niederlassungen in Hamburg. Diese Firmen betreiben Windpark-Anlagen im Hamburger Umland und zahlreiche Offshore-Windparks vor der Küste.
Beschäftigungsmöglichkeiten in der Windkraft sind vielseitig, doch branchenspezifische Ausbildungsgänge gibt es nur wenige. Nach einer gängigen Ausbildung, werden windtypische Inhalte mit einer Weiterbildung abgedeckt. Für Ingenieure bietet dieser Sektor ein sehr breites Tätigkeitsspektrum – von der Forschung, der Fertigung von Rotorblattblättern bis zum Management und der Finanzierung von Windenergieprojekten. Vor allem die klassischen Ingenieurberufe aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro-, Energie- und Verfahrenstechnik werden hier verstärkt gesucht.

Bioenergie: Energie, die aus dem Boden wächst

Raps-, Ackergras- und Maisanbau hat Tradition in der Metropolregion Hamburg. Die Biomasse- und Biogasindustrie verfügt deshalb über hervorragende Grundlagen: Mehr als 240 größere und kleinere Biogasanlagen sind in Betrieb. Der Bioenergiesektor bietet gute Einstiegschancen für Agraringenieure, Verfahrenstechniker und Maschinenbauingenieure. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich unter anderem beim Anbau von Biomasse, deren Transport und Aufbereitung sowie bei der Planung und Projektierung der unterschiedlichen Anlagentypen bis hin zum Anlagenbetrieb und -vertrieb.

Geothermie: Wärme, die durch den Planeten entsteht

In Hamburg gibt es zurzeit lediglich oberflächennahe Erdwärmenutzung. Diese wird für dezentrale Heizungsanlagen und zur Wärme- und Kältespeicherung genutzt. Zukünftig soll in Hamburg-Wilhelmsburg auch ein Tiefengeothermie-Kraftwerk entstehen, welches von Hamburg Energie betrieben wird. In der Geothermie sind für die Erschließung der Wärmequellen Kenntnisse aus der Geowissenschaft und Bergbautechnologie gefragt, während es für die Errichtung der Wärmeanlagen primär Ingenieure aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Bauphysik und der Energieversorgung sind.

Wasserkraft: die fließende Energie

Die Wasserkraft trägt mit rund 20 Milliarden Kilowattstunden zu rund 4 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland bei. Doch in Hamburg gibt es nur kleinere Anlagen zur Energiegewinnung. Die Wasserkraft ist der einzige Sektor im Bereich erneuerbare Energien, der eher schrumpft als wächst.
Ökostrom ist die Zukunft – nicht nur in Sachen Umweltschutz. Unser Energiebedarf nimmt ständig zu, so auch der Run auf erneuerbare Energien. Der Branche und allen Beteiligten steht eine goldene Zukunft bevor.
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