Kündigungsgründe: Das kann Sie den Job kosten

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Sie nehmen ab und an einen Kugelschreiber Ihres Arbeitgebers mit nach Hause, necken Ihren Kollegen oder sitzen manchmal eine halbe Stunde zu spät an Ihrem Schreibtisch? Weit gefehlt! Diese vermeintlichen Kleinigkeiten könnten Sie den Job kosten.

Wer unentschuldigt fehlt, riskiert den Arbeitsplatz

Es gibt viele Gründe, zu spät zur Arbeit zu kommen. Man steht auf dem Weg zur Arbeit im Stau, die Kinder sind krank oder der Wecker hat einfach zu leise geklingelt. Sie sollten sich in einem solchen Fall bei Ihrem Arbeitgeber melden, denn wer häufig unentschuldigt zu spät zur Arbeit erscheint oder zu Hause bleibt, wird zunächst abgemahnt. Bessert sich das Verhalten nicht, kann eine ordentliche Kündigung ausgesprochen werden. Deshalb gilt: Geben Sie immer telefonisch Bescheid, wenn Sie nicht oder zu spät zur Arbeit kommen.

Langfinger können gekündigt werden

Ein weiteres Vergehen, das vielen nicht als solches bewusst ist, ist Diebstahl. Dabei muss es nicht um große Geldsummen gehen. Auch wenn Sie sich ab und an mit Post-Its für den Eigenbedarf versorgen oder die Kosten für Druckerpapier sparen möchten und daher welches von der Arbeit mitnehmen, begehen Sie schon einen Diebstahl. Deshalb sollten Sie hier vorsichtig sein. Schon solche vermeintlich geringen Delikte können laut § 626 Abs. 1 BGB mit einer Kündigung geahndet werden, da das Vertrauensverhältnis beschädigt ist.

Wer lästert, wird nicht gleich gekündigt

Zu einer Kündigung kann es ebenfalls kommen, wenn man öffentlich, also am Arbeitsplatz oder in sozialen Netzwerken, über den Chef lästert. Äußern Sie Ihre Meinung, wie negativ diese auch sein mag, jedoch im privaten Umfeld, sind Sie durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit weitgehend geschützt. Dennoch sollten Sie sich zwei Mal überlegen, bevor Sie schlecht über den Vorgesetzen reden. Denn wenn Sie Ihren Chef oder auch Kollegen schwer beleidigen, müssen Sie mit einer Kündigung rechnen.

Mobbing gilt als Kündigungsgrund

In eine ähnliche Richtung wie Lästereien geht Mobbing. Dieses wird jedoch härter bestraft. So kann sogar eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden, wenn Ehre oder Gesundheit des Opfers bedroht sind. Bei geringfügigen Fällen ist jedoch erst einmal eine Abmahnung fällig. Um dem Betriebsklima nicht zu schaden, sollten Sie sich dennoch mit Äußerungen, die verletztend sein können, zurückhalten – auch wenn diese nur scherzhaft gemeint sind.

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